Aktionen der Initiative N.O.

 

"Die Leude woll'n das was passiert !!!" - 
Das Hip Hop Konzert

GEGEN RECHTE GEWALT

 



Die Aktion 

Seit der deutschen Wiedervereinigung sind 138 Menschen Anschlägen von Rechtsradikalen zum Opfer gefallen. 
Gerade bei uns scheint dieser Terror zum Alltag geworden zu sein. Vor allem in ländlichen Gegenden bilden Nazis die dominante Jugendkultur - viele Jugendclubs sind in rechter Hand! Nazi-Kleidung, Nazi-Symbole und Nazi-Musik sind Mainstream.

Hip Hop ist eine oder auch oft die einzig wahrnehmbare Gegenkultur. Er steht für Toleranz, Weltoffenheit und lustvolles Leben - kein Wunder also, dass "Hip Hopper" zunehmend ins Visier der Rechtsradikalen geraten. Treffs werden zerstört, sie werden bedroht, überfallen und zusammengeschlagen.

Eyedoo.de und der Stern haben zusammen mit der Amadeo Antonio Stiftung, Four Artists und Büro Lärm unter dem Motto "Mut gegen Rechte Gewalt" eine Hip Hop - Tour durch ostdeutsche Städte initiiert. Es gilt, direkt vor Ort aktiv zu werde und eine starke Gegenkultur zu etablieren. Große deutsche Hip Hop Acts haben sich bereit
erklärt im Rahmen dieser Tour gagenfrei aufzutretem - örtliche hip Hop Acts traten als Opener auf.

So wird ganz deutlich: Wir gehören zusammen und lassen uns nicht klein kriegen.

Neustadt (Orla)

Start der Tour war in Neustadt an der Orla, in der Sport- und Festhalle.
Die Organisation vor Ort lag in den Händen der Initiative N.O. und des Trial e.V. Dazu gehörten neben den eigentlichen organisatorischen Fragen, der PR und Dingen wie dem Catering, jaja!, auch die Entwicklung eines Sicherungskonzeptes für die Veranstaltung... Es gab einige Platzverweise für rechtsorientierte Menschen, aber auch viele Diskussionen mit solchen Gruppen am Rande der Veranstaltung.

Das Konzert selbst war nahezu ausverkauft, zog mehrere Hundert HH-Begeisterte in die Stadt und konnte auch dem thematischen Hintergrund durch die eindeutigen Stellungnahmen von der Bühne gerecht werden. Viel Medienpräsenz gab es auch. Dass in den Statements mancher "Offiziellen" der Tourorganisation die Initiativarbeit vor Ort hinten runterfiel, dass es sogar noch heftige Schwierigkeiten bei den Abrechnungen gab (speziell mit dem Büro Lärm) und dass der Mensch vom "Spiegel-TV" beim Interview mit uns äußerte, "wenn hier keine rechten Krawallos auftauchen, ist das ganze für uns nicht so interessant" - all dies gehörte auch dazu, kann den Gesamterfolg aber nicht schmälern.

Vieles von dem, das dieser Event präsentieren sollte, ist nach wie vor Inhalt und Ziel der Initiativ- und Projektwerkstättenarbeit: Eine bunte Gegenkultur hier in der Region zu etablieren, Rassismus und Rechtsextremismus und Gewalt als Problem des Alltags offen anzusprechen und Mut zu machen, selbst etwas zu unternehmen.

Mut gegen rechte Gewalt - ist eine coole Aktion, wichtig und gibts auch immer noch!

 

weiterführende Links:

www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

 

[www.gewaltfreimiteinander.de]